extra3 – auch mal ’ne Erfahrung wert!

Gleich eine Sache vorweg: Der Besuch einer Fernsehaufzeichnung ist nichts für Leute, die sich schnell langweilen!

Aber beginnen wir mal ganz am Anfang. Ich war im Herbst letzten Jahres auf der Suche nach einem Geschenk für meinen Mann zu unserem Jahrestag. Es sollte etwas kleines sein und da wir beide gerne die Sendung extra3 sehen und die Studios vom NDR quasi bei uns um die Ecke liegen, war das eine perfekte Wahl. Schließlich liegt der Kartenpreis pro Person deutlich unter 10€ und ist damit günstiger als ein Kinobesuch.

Der 19.1. kam dann auch relativ flott und wir machten uns auf den Weg zum NDR. Die Aufzeichnung sollte um 20 Uhr beginnen, doch man wird gebeten bereits um 19 Uhr vor Ort sein um pünktlich ins Studio gelassen zu werden. Wir waren pünktlich. Vielleicht sogar etwas zu pünktlich. Denn da standen wir nun.

Im Eintrittspreis sind auch für jeden ein alkoholisches Getränk und eines ohne Alkohol inbegriffen. Ich holte mir ein Glas Sekt und nach dem zweiten Schluck bereute ich meine Entscheidung zutiefst. Natürlich kann man bei einem Freigetränk nicht erwarten, dass man einen hochwertigen Sekt bekommt. Aber diese warme Plörre war ein Sofortmittel FÜR Kopfschmerzen und schmeckte grauenhaft.

Naja! Da standen wir also mit unseren Getränken im Eingangsbereich eines Studios und warteten. Wir warteten und warteten. Leider gibt es auch nicht genügend Sitzgelegenheiten … nicht mal annähernd. Zwischendurch huschte Jürgen von der Lippe an uns vorbei. Das war aber auch das aufregendste während der gesamten Wartezeit von bestimmt 50 Minuten. Dann wurden wir in das tatsächliche Studio gelassen.

Auf dem Weg dorthin durchquert man übrigens das Set der NDR Talkshow. Im Fernsehen sieht das auch irgendwie glamouröser aus. Wenn man dann wirklich in der Kulisse steht, wirkt das Ganze doch etwas abgeranzt.

Bis das Publikum platziert wurde vergingen wieder einige Minuten und es begann das WarmUp. Das WarmUp kann ja schon mal etwas unangenehm albern sein und leicht ins Peinliche abdriften. Der Herr (leider wurde er nicht vorgestellt) war allerdings bis zum Ende seines Auftritts recht angenehm. Während der Aufzeichnung saß er dann schräg hinter uns und gab den Einklatscher. Das ging ja noch! Er animierte aber das Publikum zusätzlich mit einer unangenehm künstlichen Lache. Verständlich, dass das nötig ist. Aber wenn der Mann etwa eine Stunde hinter dir sitzt, ist man irgendwann doch etwas genervt.

Highlight der Aufzeichnung selbst war für mich der Auftritt von Max Giermann als Donald Trump, der am Tag darauf bekanntermaßen seine Inauguration feierte. Giermann habe ich schon oft im Fernsehen gesehen und den mal im wahren Leben vor sich stehen zu haben, das war doch mal etwas anderes.

Die Aufzeichnung selbst lief dann relativ unauffällig. Es passierten keine kuriosen Versprecher und am Ende wurden nur wenige Stellen nochmal wiederholt, bevor man das Studio wieder verlassen konnte. Dennoch ist es schon etwas anderes das Geschehen vor Ort statt durch den Fernseher zu verfolgen… und das für den Preis!

Hier ein paar Tipps für die, die sich auch mal eine Fernsehaufzeichnung ansehen wollen:

  • Plant viel Zeit ein und richtet euch auf lange Wartezeiten ein.
  • Zieht euch luftig an! –  Im Studio ist es stickig und sehr warm.
  • Trinkt besser keinen Alkohol! Auch wenn er umsonst ist. Er steigt euch sofort zu Kopf.

Es ist aber definitiv eine Erfahrung, die sich lohnt, und wir werden uns jetzt öfter mal Karten für sowas besorgen. Jetzt, wo wir wissen was auf uns zukommt!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s