London is Calling! – Teil 8 „Les Misérables“

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Der Film war großartig und absolut sehenswert, die Musik ist außergewöhnlich und der Erfolg von Les Misérables  ist unbeschreiblich. Es ist die am längsten laufende Produktion weltweit. Seit 31 Jahren begeistert das Musical Besucher aus jedem Teil der Erde. Meine Erwartungen waren also recht hoch gesteckt.

Mein Eindruck: Für ein paar extrem gute Szenen und dem hochtalentierten Jungen, der die Rolle des Gavroche spielte, hat sich der Eintritt gelohnt. Ansonsten wirkt das Stück wie ein Relikt aus einer vergangenen Zeit.

Das selbe Gefühl hatte ich auch schon als ich zum zweiten Mal Das Phanton der Oper in Hamburg gesehen habe. Beide Musicals sind Werke der 80er Jahre und sind dementsprechend etwas altmodisch. Für mich befinden sie sich momentan genau in dem Altersabschnitt, in dem ein Musical nicht mehr modern, aber auch noch kein Klassiker ist. Les Misérables versprüht in jeder Pore den Charme des Theaters der 80er Jahre. Alles ist etwas zu groß, zu gelockt, zu emotional, zu pathetisch und zuaufgesetzt wichtig. Außerdem sollten meiner Meinung nach Drehbühnen entweder nur sparsam oder gar nicht eingesetzt werden. Die ständige Bewegung macht alles wahnsinnig unruhig und einfach zu beweglich. Manchmal wurde sie in dieser Produktion sogar ohne Grund eingesetzt. 

Grandios und sehenswert sind allerdings die großen Nummern, die fast jeder kennt: I Dreamed A Dream, Master Of The House, Stars, Bring Him Home, Soliloquy, Empty Chairs At Empty Tables sind großartige Songs und jagen mir immer wieder Schauer über den gesamten Körper. Bei One Day More konnte ich es mir auch ein paar Tränen nicht verkneifen. Der Komponist Claude-Michel Schönberg hat hier ganze Arbeit geleistet.

Mein Fazit: Les Misérables ist zu Recht ein Musical, das man gesehen haben sollte. Mich würde aber dennoch eine moderne Inszenierung ohne Drehbühne interessieren.

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