Karneval in Hamburg

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Ein gängiges Klischee über die Hamburger ist, dass sie nie ihren Emotionen freien Lauf lassen. Ganz andere Hamburger habe ich aber im Ohnsorg-Theater bei einer Vorstellung der Familie Malente letzten Donnerstag, dem 11. August erlebt. Die Show hieß „Viva Malente“, war ein Potpourri aus deutschen Schlagern und amerikanischen Oldies mit Travestie, Blödelei und Gesang und verwandelte einen Saal voller vermeintlich steifer Hamburger in einen Haufen Rheinländer zur Karnevalszeit.

Knut Vanmarcke und Dirk Voßberg-Vanmarcke sind quasi die Eltern der „künstlichen Kunstfamilie“ wie sie es selbst bezeichnen. Dazu gehören außerdem noch verschiedene Damen, die entweder als Background fungieren oder selbst Soloauftritte haben. An diesem Abend standen als die „Rosie Singers“ Linnéa Gustavsson, Jules Matberg und Carina Böhmer auf der Bühne.

Zur Show schreibt die Familie Malente selbst:

Es ist der 25.August 1967! Die Malentes sind aus Las Vegas zurückgekehrt, wo sie im legendären „Stardust Casino“ große Erfolge gefeiert haben. Heute Abend werden sie ihre spektakuläre Las Vegas Show zum ersten Mal im deutschen Fernsehen präsentieren. Mitgebracht haben sie auch ihre neuen amerikanischen Freunde: Showgrößen wie Dean Martin, Doris Day, Marilyn Monroe, Elvis Presley, Jerry Lewis und Dolly Parton. Zusammen mit den Malentes werden sie internationales Flair in die Bundesrepublik bringen und den „American Way of Schlager“ zelebrieren.

Peter und Vico Malente sind hinreißend komisch und charmant und präsentieren mit liebevoll-ironischem Augenzwinkern gekonnten Klamauk. Zwei Glanzstücke echter Unterhaltungskunst am Schlagerhimmel! Grossartige Kostüme, entzückende Bühnenbilder und die wandlungsfähigen, gesangsstarken Künstler, die an Stars und Sternchen von einst und ihre unverwüstliche Musik erinnern, machen die Revue zu einem Augen- und Ohrenschmaus fürs Publikum von heute.

Welcome to Fabulous Las Vegas!

VIVA MALENTE!

Quelle: www.familiemalente.de

Die Show macht Spaß und lädt zum Mitsingen ein. Ringsherum sieht man strahlende Gesichter, die sich über die bekannten Melodien freuen und bei Knut Vanmarckes Auftritt als Doris Day „Quo sera, sera“ singend, gibt es kein halten mehr. Es wird geschunkelt, gesungen und gelacht was das Zeug hält. Als beide Herren die Kessler-Zwillinge Alice und Ellen geben und Werbung für einen Büstenhalter von Triumph machen, kocht die Stimmung über und der Abend kann als vollen Erfolg für die Familie Malente verbucht werden.

Es gibt nur zwei Kleinigkeiten, die den Eindruck dieser Show etwas trüben:

Zum Ersten halte ich den Einsatz von Photoshop bei den Plakaten ziemlich übertrieben. Die beiden Herren sehen mit ihren natürlichen Falten im Gesicht erheblich besser aus. Zum Zweiten ist mir unverständlich, warum das Ohnsorg-Theater keinen Studentenrabatt anbietet und dann auch noch 2,-€ Gebühren für das print@home-Ticket verlangt. Aber das wie gesagt nur am Rande.

Zum Abschluss der Show wird darauf hingewiesen, dass die Familie Malente im nächsten Jahr bereits im Juli im Ohnsorg-Theater gastieren wird und dies der Start ihrer „ersten Abschiedstournee“ wird, denn „wer früh genug aufhört, kann oft genug wiederkommen“.

Ich werde auf jeden Fall wieder dabei sein und mir das Spektakel ansehen!

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