Stage Theater des Westens: Mamma Mia!

Nie hat sich Zocken so sehr gelohnt, wie bei meinem Besuch von „Mamma Mia!“ im Stage Theater des Westens.

Im Vorfeld habe ich diesmal keine Karten bestellt, weil ich aus Hamburg weiß, dass es häufig noch Karten an der Kasse gibt. Wenn man also nicht auf einen gewissen Platz besteht und man maximal zu zweit ist, lohnt es sich immer die Karten kurz vorher vor Ort zu holen. Allerdings spekulierte ich diesmal auf einen Platz in den Preiskategorien 1 oder 2 und außerdem wollte ich zumindest auf einer Seite von mir Freiraum haben. Deswegen wollte ich mir schon einen Tag vorher mein Ticket holen. An der Kasse des Theaters wurde mir sehr ans Herz gelegt erst am nächsten Tag zuzuschlagen, weil dann die 15% Vorverkaufsgebühr wegfallen würden und es evtl. noch andere Rabatte gäbe. Diesen Hinweis fand ich extrem kundenfreundlich und ich befolgte den Rat gerne.

Da das Konzert, das ich mir vor „Mamma Mia!“ im Konzerthaus am Gendarmenmarkt anhörte, ziemlich lange dauerte, traf ich erst 15 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Stage Theater des Westens ein. Auf dem Weg dort hin habe ich allerdings per Smartphone nachgesehen welche Plätze noch frei waren und wo ich am meisten Platz um mich herum hätte. Meine Wahl fiel auf eine unbesetzte Loge mit 2 Plätzen der Preiskategorie 1 und einem in der Presikategorie 2. Hier beging ich einen Fehler. Ich kaufte ein teureres Ticket, weil ich nicht mehr die Ruhe hatte kurz darüber nachzudenken. Für diesen Blick und eine Loge für mich allein war der Preis aber angemessen und somit kann ich die paar Euro, die ich noch hätte sparen können, gut verkraften.

Außerdem habe ich zum Normalpreis für diesen Platz doch rund 30€ gespart. Gewusst wie! 😉

Zur Show:

Die Geschichte des Stücks ist schnell erzählt. Donna, eine ehemalige Sängerin, betreibt mit ihrer 20-jährigen Tochter Sophie und deren Verlobten Sky auf einer griechischen Insel eine Taverne mit Fremdenzimmern. Leider weiß Sophie auf Grund der nebulösen Vergangenheit ihrer Mutter nichts über ihren Vater, kann es aber anhand ihrer Tagebuch auf 3 Männer eingrenzen, die sie heimlich zu ihrer bevorstehenden Hochzeit einlädt. Es kommt, wie es kommen muss: alle drei kommen und Donna und Sophie erleben eine Achterbahn der Gefühle. Am Ende entscheiden sich Sophie und Sky vorerst gegen die Ehe und begeben sich auf eine Reise. Donna heiratet ihren Favoriten aus den drei möglichen Vätern und alle sind glücklich.

So viel zur Haupthandlung, die durch verschiedene Nebenhandlungen und -figuren gewürzt wird.

Ich hatte bei meinem Besuch dieses Musicals das Glück fast ausschließlich die Erstbesetzung zu sehen. Vor der Pause bemerkte man zwar deutlich, dass Helena Blöckler (Donna) und Manuael Steinsdörfer (Sky) als Zweitbesetzung engagiert sind und wahrscheinlich recht kurzfristig von ihrem Einsatz an diesem Tag erfahren haben. Beide Darsteller wirkten im Gegensatz zum sonstigen Ensemble vorerst recht hölzern, bewiesen aber im zweiten Teil der Show ihr Talent.

Womit man bei diesem Stück klar kommen muss ist das Publikum. Mich störte es insgeheim doch etwas, dass bei jedem schnelleren Song mitgeklatscht wurde. Dadurch fühlte man sich zeitweise ein Bisschen wie auf dem Schützenfest.

Generell gehört „Mamma Mia!“ zu den Musicals der leichteren Art. Der Stoff birgt wenig bis gar kein Konfliktpotential und die großartigen ABBA-Songs bringen viel gute Laune. Darin liegt die Qualität des Stücks, denn die leichte Muse authentisch auf die Bühne zu bringen ist durchaus eine große Aufgabe.

Ich für meinen Teil hatte viel Spaß bei meinem Besuch des Stage Theater des Westens und kann es mit ruhigem Wissen und Gewissen weiterempfehlen.

flowsinn

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